Am vergangenen Samstag durften wir das Internationale Rollstuhlbasketball-Turnier Nations Cup Cologne in der Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim besuchen. Insgesamt acht Männer-Mannschaften nahmen an dem Vorbereitungsturnier für die Europameisterschaft teil, die im Oktober 2025 in Sarajewo stattfinden wird. Organisiert wurde das Turnier vom RBC Köln 99ers e. V., das ist der in Köln ansässige Rollstuhlbasketballverein. Die 99ers stellten auch mehrere Nationalspieler, davon zwei für die deutsche Mannschaft. Am Samstag fanden insgesamt vier Spiele statt. Es begann mit dem Spiel des NCC-Teams, einer Art Allstar-Team, das kurzfristig für Frankreich eingesprungen war, gegen die Niederlande. Und anschließend kam das Spiel Deutschland gegen Japan. Dabei ging es um den Einzug ins Finale, was am Sonntag stattfand. Leider unterlag die deutsche Mannschaft knapp der Mannschaft aus Fernost. Das Spiel war ausgesprochen spannend. Die Mannschaft aus Japan führte zu Beginn des letzten Viertels bereits mit 13 Punkten. Aber die deutsche Mannschaft kämpfte sich aufopferungsvoll bis zum 60:60 ran, hatte dann aber in den letzten zwei Minuten Wurfpech, so dass Japan mit 66:62 gewann.

Wer noch nie beim Rollstuhlbasketball war, hat was verpasst. Der inklusive Sport – Läufer und Nichtläufer spielen in einem Team – ist von den Regeln her ähnlich wie Basketball, aber alle Spielenden sitzen im Rollstuhl. Da die Spieler unterschiedliche Mobilitätsgrade aufweisen, bekommt jeder Spieler eine Einstufung von 1 bis 4,5. Je mobiler die Spieler, desto höher der Score. In der Summe der fünf Spieler darf ein Team nicht über 14,5 kommen. Spielen Frauen, wie in der Bundesliga, mit in dem Team, darf der Score nicht höher als 16 sein.

Drei Familien waren der Einladung trotz des Termins in den Sommerferien gefolgt. Alle hatten großen Spaß und konnten bei Würstchen und Brezeln einen großartigen Sport erstmals live erleben. Die Köln 99ers spielen in der Bundesliga, die wieder im November startet. Der Besuch eines Spiels lohnt sich sicherlich sehr.

(Text: H.Geißler)